Aquariumfilter

Aquariumfilter 2018-07-31T08:40:44+00:00
Aquariumfilter

Funktionsweise eines Aquariumfilter

Der Aquariumfilter erfüllt  mehrere Aufgaben. Zum einen die klassische Filterung bei der das Wasser von Schmutzpartikeln befreit wird. Dafür wird das Wasser durch feine Filtermedien wie Filterwatte oder feinporige Schwämme geleitet. Zum anderen wird im Filter das Wasser auch biologisch gereinigt. Hierfür bietet der Filter Platz für Filtermedien, mit einer möglichst großen Oberfläche, auf denen sich die benötigten Bakterien ansiedeln. Außerdem sorgt der Filter dafür, das dass Wasser in Bewegung bleibt und reichert es dadurch mit Sauerstoff an. Mit Ausnahme der sogenannten Luftheberfilter, die mit einer Membranpumpe betrieben werden, sorgt eine Kreiselpumpe dafür, das dass Aquariumwasser durch den Filter zurück in das Aquarium gepumpt wird.

Worauf sollte vor der Anschaffung eines Aquariumfilter geachtet werden?

Der Aquariumfilter ist das Herzstück des Aquariums, daher sollte die Anschaffung gut geplant sein. Der Filter muss zu dem Aquarium, den Gegebenheiten rund um dem Aquarium, den Fischen und auch zu dem Aquarianer passen.

Das Filtervolumen - viel hilft viel

Das Filtervolumen ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Auswahl von Aquariumfiltern. Je größer das Volumen ist, umso mehr Filtermaterial, in dem sich die wichtigen Bakterien ansiedeln, kann der Filter aufnehmen. Bei Aquarien mit hohem Besatz, sollte der Filter so groß wie möglich gewählt werden.

Die Filterleistung/Pumpenleistung

Die Filterleistung gibt an, wie viel Liter Wasser die Pumpe des Filters in der Stunde fördern kann. Dabei sollte beachtet werden, das die Angaben des Herstellers für optimale Verhältnisse gelten und am heimischen Aquarium in der Regel nicht erreicht werden. Daher sollte der Aquariumfilter lieber etwas größer gewählt und bei Bedarf etwas gedrosselt werden. Für eine optimale biologische Reinigung des Aquariumwassers sollte der Beckeninhalt ca. 1 bis 1,5 mal pro Stunde durch den Filter geleitet werden. Fließt das Wasser schneller durch den Filter, haben die Filterbakterien es schwer sich anzusiedeln und die Schadstoffe in der kurzen Durchlaufzeit zu verarbeiten. Für ein Aquarium mit 150 Liter Inhalt sollte also ein Filter gewählt werden, der mindestens 250 Liter pro Stunde umwälzen kann.

Die Reinigung des Aquariumfilters

Der Filter sollte sich möglichst einfach reinigen lassen und über eine gute Vorfilterung verfügen. Der Mensch ist ein Faultier und Dinge die zu viel Aufwand machen werden in der Regel auf "später" verschoben. Daher sollte der Filter gut zugänglich und unkompliziert zu reinigen sein. Eine guter Vorfilter, der regelmäßig gereinigt wird, sorgt für extrem lange Standzeiten, in denen der Filter nicht angefasst werden braucht.

Die Anzahl der Filterkammern / Filterkörben

Filterarten für das Aquarium

Aquariumfilter werden in erster Linie dadurch unterschieden, ob sie innerhalb (Innenfilter) oder außerhalb (Außenfilter) des Aquariums installiert werden. In beiden Varianten gibt es verschiedene Systeme so dass dem Aquarianer eine Vielzahl an Filtermöglichkeiten zur Verfügung steht. Weiterhin werden Aquariumfilter in Ihrer Antriebsart (Motorbetrieben, Luftbetrieben) und dem Substrat/Durchströmungsverhältnis (Schnell- und Langsamfilter) unterschieden.

Motorbetriebene Schnellfilter

Motorbetriebene Innenfilter sind für kleine Aquarien mit geringer Besatzdichte bestens geeignet. In den meisten Aquariumset´s bis 80 Liter, die im Fachhandel angeboten werden, ist ein solcher Filter enthalten. Diese Art von Aquariumfilter lässt sich leicht installieren, sind dafür aber nur relativ aufwändig durch Dekorationsgegenstände oder Pflanzen zu verdecken. Für die Reinigung sollten sie gut zugänglich sein, dar sie komplett aus dem Becken genommen werden müssen. Hochwertige Modelle bieten mehrere Körbe die sich mit diversen Filtermedien bestücken lassen und bei Bedarf erweitert werden können. Grundsätzlich ist das Filtervolumen dieser Filter aber eher gering, weshalb sie für den Einsatz in Aquarien mit hoher Besatzdichte oder Aufzuchtbecken mit großen Futtermengen nicht geeignet sind.

  • Einfache Installation

  • Geringer Stromverbrauch

  • Es wird kein Wasser aus dem Aquarium geleitet

  • Geringe Anschaffungskosten

  • Sichtbar im Aquarium

  • Nimmt Platz im Aquarium ein

  • Nur für kleine Aquarien geeignet

  • Geringes Filtrevolumen

  • Muss zur Reinigung aus dem Aquarium genommen werden

Hamburger Mattenfilter selber bauen

Hamburger Mattenfilter

Der Hamburger Mattenfilter ist ein biologischer Langsamfilter der innerhalb des Aquariums installiert wird. In der einfachsten Form trennt eine Filtermatte einen kleinen Teil des Aquariums ab, indem die Filtermatte zwischen die Front- und Rückscheibe gesetzt wird. Hinter der Matte findet ein Luftheber oder eine Kreiselpumpe Platz, die für die Durchströmung der Filtermatte sorgt. Dabei sollte der Beckeninhalt ca. einmal pro Stunde durch den Filter geleitet werden. Um Platz zu sparen und das Filtersystem etwas schöner zu gestalten, wird der Hamburger Mattenfilter oftmals in einer Ecke des Aquariums installiert. Hierfür werden zwei Glasstreifen in das Aquarium geklebt, in denen die Filtermatte eingeklemmt wird. Dahinter findet dann wieder die Pumpe oder alternativ der Luftheber Platz. Der Heizstab und das Thermometer können ebenfalls hinter der Matte platziert werden, sodass sie im Aquarium nicht sichtbar sind. Die Filtermatten sind von fein zu grob in verschiedenen Porengrößen erhältlich. Die Porengröße wird in ppi (pores per square Inch) angegeben. Je höher der angegebene Wert desto feiner ist die Filtermatte. Der für das Aquarium optimale Wert hängt vor allem von den gehaltenen Fischen ab. In Zuchtbecken sollte die Matte möglichst fein sein, damit keine Jungtiere angesaugt werden. Da die Matte vom Bodengrund des Aquariums bis knapp über die Oberfläche reicht, findet eine Filterung in allen Ebenen des Aquariums statt. Bei den meisten anderen Filterarten wird das Wasser nur aus Bodennähe angesaugt.

  • Geringer Stromverbrauch

  • Es wird kein Wasser aus dem Aquarium geleitet

  • Geringe Anschaffungskosten

  • Filterung auf allen Ebenen

  • Hohe Standzeiten

  • Sichtbar im Aquarium

  • Nimmt Platz im Aquarium ein

  • Nur eine Filterstufe, keine Vorfilterung

Bauanleitung für einen Hamburger Eck-Mattenfilter

Bauanleitunf Eck HMF

Luftheber Filter

Der Lufthebefilter eignet sich hervorragend für kleine Aquarien. Dieser Filter wird nur durch Luft betrieben, wodurch er keine beweglichen Bauteile hat, die kleine Fische oder junge Garnelen verletzen können. Durch einen dünnen Schlauch wird über eine Membranpumpe Luft in das untere Ende des Rohres gepumpt. Die Luft steigt das Rohr hinauf und zieht dabei das Wasser mit. Gefiltert wird das Wasser durch eine Filterpatrone die über das untere Ende des Rohres gestülpt wird. Die Filterpatronen sind in der Regel sehr fein, sodass sie regelmäßig gereinigt werden müssen, um nicht zu verstopfen. Wird die Schaumstoffpatrone horizontal am Boden platziert, lässt sie sich relativ leicht durch Pflanzen verdecken.

  • Einfache Installation

  • Geringer Stromverbrauch

  • Es wird kein Wasser aus dem Aquarium geleitet

  • Geringe Anschaffungskosten

  • Keine Beweglichen Bauteile

  • Sichtbar im Aquarium

  • Nur für kleine Aquarien geeignet

  • Geringes Filtrevolumen

  • Muss zur Reinigung aus dem Aquarium genommen werden

Aquariumfilter Inenfilter

Eingeklebte Innenfilter mit mehreren Kammern

Mehrkammer Innenfilter sind die effizientesten Innenfilter mit dem höchsten Filtervolumen. Der abgebildete Filter bietet Platz für ca. 8 Liter Filtersubstrat in einem Aquarium mit gerade einmal 100 cm Kantenlänge. Wird der Vorfilter regelmäßig gereinigt, haben diese Filter eine extrem hohe Standzeit, was bedeutet sie müssen nur selten bis gar nicht gereinigt werden. Daher sind sie für Aufzuchtbecken oder Aquarien mit hoher Besatzdichte hervorragend geeignet. Merkammer-Innenfilter sind sehr flexibel und lassen sich nach belieben mit Filtersubstrat befüllen. Ihr größter Nachteil ist der hohe Platzbedarf im Aquarium.

  • Geringer Stromverbrauch

  • Es wird kein Wasser aus dem Aquarium geleitet

  • Sehr großes Filtervolumen

  • Gute Vorfilterung

  • Mehrere Filterkammern

  • Sichtbar im Aquarium

  • Nimmt Platz im Aquarium ein

  • Hoher Installationsaufwand

Außenfilter für Aquarien

Motorbetriebene Topffilter

Diese Filtertypen sind die erste Wahl bei Aquarien über 150 Liter. Sie bieten ein großes Filtervolumen, regulierbare Strömungsstärke, Platz für verschiedene Filtersubstrate und eine sehr gute Vorfilterungsmöglichkeit am Ansaugrohr. Der größte Nachteil ist, dass Wasser aus dem Aquarium geleitet wird. Wird bei der Auswahl allerdings ein Qualitätsprodukt gewählt und die Installation ordnungsgemäß durchgeführt, ist eine Überschwemmung der Wohnung sehr unwahrscheinlich. Dadurch dass sich diese Aquariumfilter außerhalb des Beckens befinden sind sie sehr gut zugänglich. Im Aquarium ist lediglich das dünne Ansaugrohr und die Strömungsleiste sichtbar. Diese lassen sich aber sehr gut mit Pflanzen und Dekorationsgegenständen Verdecken.

  • Großes Filtervolumen

  • Vorfilterung am Ansaugrohr möglich

  • Unterschiedliche Filtermedien einsetzbar

  • Gut zugänglich

  • Lässt sich mit Deko und Pflanzen gut verdecken

  • Wasser wird aus dem Becken geleitet

  • Hohe Anschaffungskosten

  • Hoher Strombedarf

Anhängefilter - Aquariumfilter zum anhängen an das Aquarium

Anhängefilter oder auch Rucksackfilter genannt, werden von außen an das Aquarium gehangen. Dadurch sind sie im Aquarium kaum sichtbar. Abgedeckte Aquarien sind für diesen Filtertyp in der Regel nicht geeignet. Die Funktionsweise gleicht prinzipiell den Topffiltern. Dieser Filtertyp ist gut zugänglich bietet allerdings ein begrenztes Filtervolumen wodurch ein Anhängefilter eher für kleinere Aquarien geeignet ist.

  • Vorfilterung am Ansaugrohr möglich

  • Unterschiedliche Filtermedien einsetzbar

  • Gut zugänglich

  • Wasser wird aus dem Becken geleitet

  • Begrenztes Filtervolumen

Aquariumfilter einfahren Filterbecken

Filterbecken

Filterbecken zählen zu den biologischen langsam-filtern, da sie durch das große Filtervolumen ein hervorragendes Substrat Durchlaufverhältnis bieten. Sie werden hauptsächlich in großen Aquarien und Zuchtanlagen eingesetzt. Filterbecken können flexibel mit den benötigten Filtermaterialien bestückt werden. Der größte Nachteil ist der hohe Installationsaufwand. Es wird eine Lochbohrung oder ein Überlauf benötigt, um das Aquariumwasser in den Filter zu leiten. Werden diese Filter nicht sachgemäß betrieben, kann es schnell zu einer Überschwemmung kommen. In der Klarkammer des Filters kann die gesamte Aquariumtechnik untergebracht werden, so das im Becken nur das Überlauf- und Auslassrohr sichtbar ist. Durch eine Abzweigung mit einem einfachen T-Stück und Kugelhahn kann das Wasser von der Klarkammer zurück in die Schmutzwasserkammer geleitet werden, so dass der Filter bei Bedarf vom Aquarium getrennt weiterlaufen kann. Beim Wasserwechsel kann man sich so alle Zeit der Welt nehmen ohne das Filterbakterien absterben könnten.

  • Enormes Filtervolumen

  • Sehr gutes Durchlauf/Substratverhältnis

  • Für sehr große Aquarien und Zuchtanlagen geeignet

  • Durch mehrere Kammern flexibel bestückbar

  • Lochbohrung oder Überlauf notwendig

  • Hoher Platzbedarf

  • Hohe Anschaffungskosten

  • Hoher Installationsaufwand

  • Überschwemmungsgefahr

Nähere Informationen über

Filter einfahren