Grundlagen der Aquaristik

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Grundlagen der Aquaristik 2018-07-31T12:25:03+00:00

Woher kommen die Fische in unseren Aquarien?

Der Großteil der Fische die von uns in Aquarien gehalten werden stammen ursprünglich aus dem Brasilianischen Regenwald, dem Malawisee in Afrika und den tropischen Regionen Südostasiens. Der Aquarianer steht jetzt vor der Aufgabe, einen kleinen Ausschnitt dieser Regionen in seinem Aquarium nachzustellen. Da aber die Wasserqualität beziehungsweise die Wasserwerte und die Temperaturen zum Teil stark voneinander abweichen, können nicht alle Fische in einem Aquarium vergesellschaftet werden. Daher empfiehlt es sich, dass man sich für ein Biotop (z.B. den Amazonas oder den Malawisee) entscheidet. Dieses wird dann mit den entsprechenden Wasserwerten, den für die Region typischen Dekorationsgegenständen und Bodengrund nachgebildet. Selbstverständlich lässt sich auch ein sogenanntes Gesellschaftsaquarium einrichten, in dem Fische aus unterschiedlichen Regionen vergesellschaftet werden. Hierbei muss bei der Auswahl der Fische allerdings gut selektiert werden.

Wasserwechsel - Becken auffüllen

Anforderungen an die Wasserqualität

Aus ihren Herkunftsländern sind die meisten unsere Aquarienfische Temperaturen zwischen 22 und 27 Grad gewöhnt. Einige Fische wie z.B. der Diskus werden auch bei höheren Temperaturen gehalten. Um diese Temperaturen zu erreichen muss das Aquarium mit Hilfe eines Heizstabes beheizt werden.

Die Anforderungen an den PH Wert und die Wasserhärte hängen stark von den ausgewählten Fischen ab. Der PH Wert sollte leicht sauer bis neutral sein (6,5 bis 7) und die Karbonathärte zwischen 5 und 10 DKH liegen. Worauf allerdings alle Fische gleichermaßen angewiesen sind, ist ein sauberes und klares Wasser das ausreichend Sauerstoff enthält und frei von Giftstoffen ist. Nitrit, Ammonium oder Ammoniak dürfen in einem mit Fischen besetzten Aquarium quasi nicht messbar sein. Um das zu erreichen ist eine mechanische und biologische Filterung Nötig.

Nähere Informationen über

Aquarium Filterung
Schadstoffabbau im Aquarium

Der Schadstoffabbau im Aquarium

Organische Abfälle

Futterreste, Fischausscheidungen, und Pflanzenreste werden durch Kleinstlebewesen, Pilzen und Bakterien unter hohem Sauerstoffbedarf in Ammonium (NH3) Umgewandelt. Im basischen Milieu, also bei einem PH Wert über 7 kann durch chemische Reaktionen das für die Fische hochgiftige Ammoniak (NH4) entstehen.

Ammonium/Ammoniak

Die Stoffe NH3 Ammonium und NH4 Ammoniak werden von Filterbakterien zusammen mit Sauerstoff in NO2 also Nitrit oxydiert. Ammonium wird auch in kleinen Mengen von den Pflanzen im Aquarium aufgenommen.

Nitrit

Das für die Fische hochgiftige Nitrit sollte genau wie Ammonium und Ammoniak nach der Einfahrphase des Filters im Aquariumwasser nicht mehr nachweisbar sein.

Nitrat

Die Bakterien im Filter wandeln das Nitrit in den Pflanzennährstoff Nitrat (NO3) um. Nitrat ist das Endprodukt des Schadstoffabbauprozess im Aquarium.

Teilwasserwechsel

Übermengen an Nitrat werden durch die wöchentliche Frischwasserzugabe beim Teilwasserwechsel verdünnt.

Schadstoffabbau im Aquarium - Das Video

Nähere Informationen über

Filter einfahren
Fischarten im Aquarium

Worauf ist bei der Auswahl der Fischarten zu achten?

Steckbrief Diskus

Die Anforderungen an die Wasserwerte im Aquarium müssen passen

Möchte man ein sogenanntes Gesellschaftsaquarium einrichten, in dem Fische von verschiedenen Regionen der Erde zusammen vergesellschaftet werden, ist bei der Auswahl der Fische vor allem auf die Anforderungen an der Temperatur, dem PH und KH Wert zu achten.

Skalar frisst Neon

Die Arten müssen miteinander vergesellschaftbar sein

Neben den Wasserwerten ist bei der Auswahl der Fische auch auf ihre Lebensweise zu achten. Sehr ruhige Fische sollten nicht mit zu hektischen Artgenossen in einem Aquarium gehalten werden. Auch sollten sehr kleine Fische wie der Neon Salmler nicht mit zu großen Barscharten gehalten werden, da sie sonst auch mal als Leckerbissen enden.

Fische leben in verschiedenen Ebenen im Aquarium

Je nach Art bevorzugen Aquarienfische eine bestimmte Ebene im Aquarium. Dabei wird zwischen Arten unterschieden die primär im oberen Bereich, dem mittleren Bereich und am Bodengrund leben und nach Nahrung suchen. Welche Ebene die jeweilige Art bevorzugt kann man anhand der Maulstellung erkennen. Die Ebenenaufteilung sollte bei der Auswahl der Fische beachtet werden um keine Ebene zu überfüllen.

Aquariumebenen, Fischarten, Futteraufnahme

Ebenenbestimmung anhand der Maulstellung

Die Stellung der Mäuler bei Aquarienfischen ist so ausgerichtet, das die Tiere in ihrem Lebensraum optimal Nahrung aufnehmen können. Fische die im oberen Teil des Aquariums leben und Nahrung aufnehmen haben ein nach oben gerichtetes Maul um Nahrung, die an der Wasseroberfläche treibt aufnehmen zu können. Fische die in den mittleren Wasserebenen leben haben ein gerade ausgerichtetes Maul und am Boden lebende Arten ein nach unten gerichtetes.

Wie viele Fische passen in das Aquarium?

Wie viele Fische passen in das Aquarium?

Wie viele Fische im Aquarium tatsächlich Platz finden hängt von vielen Faktoren ab. Zu denen zählen unter anderen die Aquariengröße, die Anzahl an Pflanzen und Dekorationsgegenständen, dem Freien Schwimmraum und der Größe des Filters. Als Anhaltspunkt kann man sich aber an der Faustformel 1 Liter Wasser pro cm Fisch orientieren.

Roter Blutsalmer

Aquariumfische sind Gruppentiere

Es gibt durchaus Arten die einzeln oder Paarweise gehalten werden können, aber die meisten Fische die in Aquarien gehalten werden, leben in Gruppen oder ganzen Schwärmen. Sind die Gruppen groß genug zeigen die Fische ihr natürliches Schwarmverhalten und ihre volle Farbenpracht.

Aquarium aufstellen